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Grußwort

Sehr geehrte Damen und Herren,
 
Frankfurts Internationalität ist ein Spiegel seiner multikulturellen Einwohnerschaft: Rund 170 Nationen und weitaus mehr Kultur- und Sprachtraditionen haben in unserer Stadt eine Heimat gefunden. Das Zusammenleben einer derart individuell und kulturell unterschiedlichen Stadtbevölkerung gelingt, wenn ein regelmäßiger Austausch zwischen den Menschen zu einem selbstverständlichen Umgang im Stadtalltag geworden ist. Viele engagierte Kulturvereine helfen uns mit ihren Angeboten auf diesem Weg.
Bereits zum 5. Mal findet die Immigrationsbuchmesse in Frankfurt statt und ist mittlerweile aus dem Kulturkalender der Stadt nicht mehr wegzudenken. Die Beschäftigung mit Literatur von deutschen und nicht-deutschen Schriftstellern, Lesungen und Diskussionen, ein Rahmenprogramm mit Tanz und Musik werden auch in diesem Jahr die Besucherzahlen wieder ansteigen lassen.
Ich wünsche allen Ausstellern und Besuchern eine erfolgreiche Veranstaltung, anregende Lesungen, spannende Diskussionen und interessante Kontakte.
 
Peter Feldmann
Oberbürgermeister der Stadt Frankfurt am Main

Frankfurter Immigrationsbuchmesse-Preis2016


Am Freitag, den 26.02.2016 wurden bei der Eröffnung der Immigationsbuchmesse 25 Schülerinnen und Schüler der Ernst-Reuter-Schule, Frankfurt, für das Buch "Zwei Wege. Ein Ziel - Auf der Flucht von Homs nach Frankfurt" mit dem Immigrationsbuchmesse-Preis ausgezeichnet. Das Thema des Buches war Immigration, Integration, Flucht, Asyl und Menschenrechte, Frieden und Völkerverständigung. Am 28.02. haben wir mit den SchülerInnen eine Lesung durchgeführt. Die Veranstaltung war ausgesprochen gut besucht. Der Veranstalter und das Organisationsteam freuen sich besonders über die gute Resonanz und den immer weiter wachsenden Zuspruch.

Migrationserlebnisse hautnah
Dr. Susanne Konrad

Nachlese zur 5. Immigrationsbuchmesse 2016
Jetzt ist sie vorbei, die Immigrationsbuchmesse im Titus Forum der Frankfurter Nordweststadt, die von Hamidul Khan zum fünften Mal veranstaltet worden ist. Das Organisationsteam der deutsch-bengalischen Gesellschaft, zu dem Alexandra Müller-Schmieg, Florindo di Lucente und Renate Krimmel gehören, hat eine gesellschaftlich dringliche Veranstaltung verwirklicht. Im Mittelpunkt der diesjährigen Immigrationsbuchmesse standen Migration und Flucht. Ob es so geplant war oder ob es einfach so geschah, dass die Autorinnen und Autoren, die sich am Wochenende vom 27. und 28.2.2016 vorstellten, dieses Thema in den Mittelpunkt nahmen, bleibt sich gleich. Deutlich wurde aus den vielen Lesungen, wie wichtig es ist, Empathie zu entwickeln für diejenigen, die sich auf beschwerliche, ja lebensgefährliche, Fluchtwege machen müssen, weil sie im Herkunftsland existenziell bedroht werden oder auch einfach keine Zukunftsperspektive haben, weil es an allem mangelt. Die Höhepunktveranstaltungen, die auch das meiste Publikum anzogen, zeigten dies an den beiden Nachmittagen.
Am Samstag stellte Nizaqete Bislimi, die extra aus Essen angereist war, ihr im Dumont-Verlag erschienenes Buch „Durch die Wand“ vor. Sie beschreibt den ungewöhnlichen Aufstieg einer jungen Frau, einer Roma aus dem Kosovo, die aus politischen Gründen mit ihrer Familie nach Deutschland flüchten muss und als Asylbewerberin alle Diskriminierungen und rechtlichen Benachteiligungen erfährt. Aber Nizaqete ist eine starke Persönlichkeit – sie will Jura studieren und schafft dies schließlich auch. Heute hilft sie als Rechtsanwältin anderen Flüchtlingen. Ihr Buch hat sie zusammen mit der Co-Autorin Beate Rygiert geschrieben. Nizaqete Bislimis Autobiografie, die auch die Erfahrungen auf der Flucht und die Gegebenheiten in den Aufnahmeeinrichtungen und Asylbewerberheimen darstellt, zeigt, wie wichtig solche Erfolgsgeschichten für das Publikum sind, um das Thema Flucht und Asyl besser zu verkraften.
Am Sonntag präsentierte sich die Klasse 9D der Ernst-Reuter-Gesamtschule in Frankfurt-Heddernheim etwa zur selben Zeit, ebenfalls im Großen Saal. Die Jugendlichen, die selbst aus unterschiedlichen Herkunftsländern kommen, deren Heimat aber schon lange Frankfurt ist, haben gemeinsam mit ihrer Lehrerin Ayse Güler ein literarisches Buch geschrieben – einen Roman in acht Kapiteln mit dem Titel „Zwei Wege. Ein Ziel. Auf der Flucht von Homs nach Frankfurt“ . Ganz radikal versetzen sich die Schülerinnen und Schüler in das Erleben zweier Jungen aus Syrien, die zu Hause erleiden, wie ihre Häuser zerbombt, ihre Schwestern vergewaltigt, sie selbst von Soldaten verletzt werden. Eine weitere Szene beschreibt die Enge auf den Flüchtlingsbooten und das Ausgeliefertsein einer lebensbedrohlichen Situation. Die Klasse ERSII9D/2015 hat für diese Arbeit den Preis der Immigrationsbuchmesse erhalten, den die Stadt Frankfurt bezuschusst hat.