Stadt der Vielfalt

7. Frankfurter Immigrationsbuchmesse 2018

27. - 29. April 2018

Programm Sonntag

Literaturclub
Sonntag, 29.04.2017
11 Uhr bis 11:45
Lesung mit „Literaturclub der Frauen aus aller Welt e. V.
Mit dabei Pupuze Berber, Gisela Wölbert und Venera Tirreno


Pupuze Berber wird aus ihrem Roman „Reise zum Ende der Lust“ vorlesen, den sie unter dem Pseudonym P. B. Fuchs herausgebracht hat.

Gisela Wölbert liest ihren Text „Neuland“ vor, worin es um kulturelle und soziale Fremdheit geht, da ihre Protagonistin aus einem völlig anderen Milieu kommt.

Venera Tirreno liest ihre Gedichte „Meine zweite Erde“ und „Am Ufer des Main“ vor, die ihre Immigration von Sizilien nach Frankfurt thematisieren.

Infos zu den Autorinnen:

B. Fuchs wurde in einem Dorf im Pontischen Gebirge geboren. Dort wuchs sie auf, bis der Vater seine Familie nach Deutschland holte. In einer mittelgroßen deutschen Stadt in Ostwestfalen, kämpfte sie mit der fremden Sprache und hatte Anpassungsprobleme, die sich später in einer Rebellion gegen die Familie richteten. Ärzte und Psychologen halfen nicht das Kind in das hiesige System hineinzupressen. Die verzweifelten Eltern holten sich darauf die Hilfe von Geisterbeschwörern. Einer dieser Experten bescheinigte die Besessenheit des Kindes von einem nicht so ganz gottlosen Dschini, was die Eltern dankbar annahmen und gerne als Entschuldigung erzählten, auch dem Kind gegenüber. Sie lebt und arbeitet in Frankfurt und schreibt täglich in der U-Bahn.

Gisela Wölbert Aufgewachsen in einem kleinen Ort im Hunsrück war Hochdeutsch für sie so etwas wie ihre erste „Fremdsprache“. Über den zweiten Bildungsweg hat sie Germanistik, Anglistik und Pädagogik studiert. In dieser Zeit hat sie sich in London mit Schreib- und Literaturgruppen beschäftigt. Sie hat viele Jahre MigrantInnen in Deutsch als Fremdsprache unterrichtet. Nach ihrer therapeutischen Ausbildung arbeitet sie als Gruppenanalytikerin. Veröffentlicht hat sie bisher Reportagen und Fachbeiträge, aber auch Gedichte und Kurzprosa.

Venera Tirreno Ist in Italien geboren und lebt seit vielen Jahren in Frankfurt. Neben dem Studium der Betriebswirtschaft hat sie lange Jahre bei einer Großbank im Kreditgeschäft gearbeitet. Eine Tätigkeit, die sie aufgegeben hat, um sich der Literatur zu widmen. Während dieser Zeit entstand ihr erstes Buch „Sizilien… vergessen!“ 2007 ist dieses Buch in italienischer Sprache erschienen und wurde in Sizilien mit dem Preis „Chimera d’argento“ prämiert. Seit 2002 ist sie Mitglied des Literaturclubs der Frauen aus aller Welt e.V., dessen Vorstand sie seit 2004 angehört.

http://www.literaturclub-frauen.de/

11:45 Uhr bis 12Uhr

Indischer Tanz

IndischerTanzMitte_02
Rajshree P. Dilipkumar.
Dana Polz
Dana Polz
Irene Barthel
Irene Barthel
Jelisaveta Kova
Jelisaveta Kova

12 Uhr bis 12:45 Uhr:
Karina Lotz
Ein Literarisches Quartett


Der Verlag edition federleicht hat sich für die diesjährige Immigrationsbuchmesse etwas ganz Besonderes ausgedacht. Er möchte nicht etwa, obgleich breit aufgestellt, ein einzelnes Werk präsentieren, sondern Interessierten die Möglichkeit bieten, sich einen Überblick über sein umfassendes Angebot und sein Vielseitigkeit zu verschaffen: Von „Mit Tierkindern auf Entdeckungsreise“ der, zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung, gerade einmal vierzehnjährigen Autorin Jelisaveta Kova bis hin zu „SCHREIBTISCH“, dem 2017 erstmalig erschienenen literarischen Journal.


Folgende Titel sollen im Fokus stehen:


„Farben des Horrors“ - Irene Barthel und Karl Peifer


Mit dem zweisprachigen Band FARBEN DES HORRORS wollen Irene Barthel und Karl Peifer eine Botschaft senden: Hinschauen, nicht wegsehen!


„Mit Tierkindern auf Entdeckungsreise“ - Jelisaveta Kova


Nicht nur Kinder, sondern auch Tierkinder gehen gerne auf Entdeckungsreise. Mit ihrem Erstlingswerk erzählt die junge Autorin wunderschöne Geschichten von besonderen Tierkindern und ihren Erlebnissen.

Ein buntes Vorlesebuch mit zahlreichen Zeichnungen der Autorin erwartet Kinder ab 3 Jahren.


„SCHREIBTISCH. Literarisches Journal“


Das Magazin vereint eine Vielzahl literarischer Gattungen: von Erzählungen über Limericks, vom Haiku bis hin zu Gedichten und lyrischer Prosa wird den Lesern so einiges geboten, was das literaturaffine Herz höher schlagen lässt, und all dies verschafft einen interessanten Einblick in die Werke zeitgenössischer Autoren.

Karina Lotz
Karina Lotz
Karl Peifer
Karl Peifer
Kotey drum

12:45 Uhr bis 13:15 Uhr
Afrikanische Musik

Dromo Duo
01Emma, das Medienbuch
Emma, das Medienbuch
02Behjat Mehdizadeh
Behjat Mehdizadeh

13:15 Uhr bis 14:00Uhr:
Mehrsprachige Lesung mit „Emma, das Schaf“
von Susanne Benz, Traumland-Verlag


übersetzt und gelesen von Reha Horn, Dari

übersetzt und gelesen von Behjat Mehdizadeh, Farsi

übersetzt und gelesen von Alia Taissina Russisch


Inhalt: Emma, das Schaf - so heißt die Geschichte der Kinderbuchautorin Susanne Benz. Emma hat das schönste Fell auf der Wiese, kein anderes Schaf hat so ein weißes, lockiges Fell wie sie. Darum steht Emma auch an erster Stelle beim Schäfer. Das gefällt den anderen Schafen nicht und sie schmieden einen Plan…

Die Geschichte von Emma wurde zuerst in die englische Sprache übersetzt, danach folgten 12 weitere Sprachen. Susanne Benz entwickelte aus dieser Geschichte ein Medienbuch mit vielen Sprachen. Zum Spielen, Lesen, Hören, Sehen und Reden und vor allem zum Miteinanderreden. Präsentiert in vier verschiedenen Sprachen, untermalt durch die Bilder einer Powerpointpräsentation. Lassen Sie sich ein auf die Vielfalt des Sprachklangs! Erleben Sie die Möglichkeiten im Miteinander verschiedener Sprachen!


Behjat Mehdizadeh:

geboren im Persien studierte sie an der Ferdowsi Universität Psychologie. Nach der Einreise nach Deutschland Studium der Dipl. Sozialarbeit in Frankfurt am Main mit Schwerpunkt Migration, Biografie und Kunst. Zusatzqualifikation für Beraterin für interkulturelle Pädagogik und Kommunikation sowie für Biografie- und Erinnerungsarbeit. Sie ist Gründungsmitglied des „Literaturclubs der Frauen aus aller Welt e. V.“ in Frankfurt und Autorin von Kurzgeschichten und Gedichten. Ihre Werke als Autorin heißen „Schatztruhen des Lebens“, damit wurde sie als Stadtteilhistorikerin von der Stiftung Polytechnische Gesellschaft in Frankfurt und im Jahr 2013 als Autorin der „Bibliothek der Generationen“ geehrt. Weitere Veröffentlichungen sind "Wege nach Frankfurt", "Ankommen in Frankfurt“, „Wie Erinnerung Geschichte schreibt“ und das neuste autobiografische Buch „Unter dem Tschador meiner Mutter“, das 2018 veröffentlicht wird.


Reha Horn :

ist in Kabul/Afghanistan geboren und floh gemeinsam mit ihren Eltern vor dem Krieg nach Deutschland. Sie lebt heute mit ihrer eigenen Familie in der Nähe von Frankfurt.

Sie studierte Pädagogik mit dem Schwerpunkt Erwachsenenbildung und arbeitete einige Jahre in der Bildungsberatung. Mittlerweile ist sie im Personalbereich tätig.

Sie ist in den Anthologien »Frankfurter Einladung«, »Die Frankfurterinnen« und "Heimat" vertreten.

Im „Literaturclub der Frauen aus aller Welt“ ist sie seit 2012 Mitglied.


Alia Taissina:

geboren im Ural ist sie in Zentralasien aufgewachsen. In Leningrad/St.Petersburg studierte sie deutsche Sprache und Literatur, in Deutschland promovierte sie im Fach Deutsch als Fremdsprache. 2004 gründete sie den unabhängigen deutsch-tatarisch-baschkirischen Bertugan-Verlag, der sich auf Heldensagen, Märchen und Gedichte spezialisiert.

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Reha Horn
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Alia Taissina
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Susanne Benz
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Katrin Heller

14:00 Uhr bis 14:30 Uhr:
Katrin Heller, Flötistin


Als Solistin und Mitglied verschiedener Ensembles geht Katrin Heller einer regen Konzerttätigkeit im In-und Ausland nach. Katrin Heller beschäftigt sich mit unterschiedlichen Musikstilen von Klassik über Jazz bis zur freien Improvisation. Ergänzt und inspiriert wird ihre künstlerische Arbeit durch die eigene Malerei. Katrin Heller ist Dozentin für Querflöte an Musikschulen im Rhein-Main Gebiet und im Taunus. www.katrinheller.de


Katrin Heller
Katrin Heller
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Mein Leben in Deutschland begann mit einem Stück Bienenstich
zwoelf-cover-Tamara_Labas
zwoelf
groessenwahn-verlag_sag-dass-es-dir-gut-geht_cover-Barbara_Bisicky-Ehrlich
Sag', dass es dir gut geht
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…und bricht das herz die einsamkeit?
reise-durch-die-heimat-cover-Katharina_Eismann
Reise durch die Heimat

Podiumsdiskussion: 14:30Uhr bis 15 :30Uhr
Größenwahn Verlag,
Moderation: Sewastos Sampsounis, Verlagsleiter


Unter dem Motto „Autoren, Länder, Heimaten“ diskutieren fünf Autor*Innen mit dem Verleger. Sie alle beschäftigen sich mit dem Thema „Heimat“ auf ganz besondere Weise. Dabei spielen die Begriffe Migration, Entwurzelung und Neuanfang (mit den dazugehörigen Problemen und Freuden) eine wichtige Rolle. Die fünf Autor*Innen leben in Deutschland, schreiben auf Deutsch, aber jede*R hat eine andere Herkunft. Ihre Werke sind beim Größenwahn Verlag veröffentlicht. Homepage: groessenwahn-verlag.de


Buchtitel: Mein Leben in Deutschland begann mit einem Stück Bienenstich

Autor: Viktor Funk

Sewastos Sampsounis stellt ihn und die vier anderen Autoren vor und leitet die Diskussion.

Zusammenfassung:

Lange hat er geglaubt, zur deutschen Gesellschaft dazu zu gehören – bis er Marie trifft. Sie stammt aus Rumänien und betont das gern. Er hat dagegen seine Vergangenheit versteckt. Die Beziehung mit ihr weckt Erinnerungen an seine Kindheit: endlose Tage in der sowjetischen Provinz in Kasachstan mit Großvater und Vater beim Angeln am See und dann die ersten, schwierigen Jahre in Deutschland. Hier hat er lange nicht verstanden, warum er nicht mehr von Lenin erzählen kann, warum das, woran er als Kind geglaubt hat, nun falsch sein soll. Die Krise mit Marie spitzt sich zu. Sie wirft ihm vor, sich selbst zu verraten, um ein »Deutscher« zu sein. Doch in seinem Pass steht die Staatsangehörigkeit, die er immer haben wollte: »Deutsch«.

Viktor Funk behandelt in seinem Debütroman Identitätskrisen junger Menschen mit Migrationshintergrund. Mit den großen Fragen »Wo gehöre ich hin?«, »Wo ist meine Heimat?« und »Was darf ich aus meiner Vergangenheit mitbringen?« trifft der Autor das Gefühl einer ganzen Generation. Fragen, die sich wie ein Lauffeuer ausbreiten und sich weder von Landesgrenzen, noch von politischen Ideologien aufhalten lassen.  

 

 

Viktor Funk

Geboren 1978 in der Sowjetunion (Kasachstan), kam als Elfjähriger 1990 nach Deutschland. Nach dem Gymnasium in Wolfsburg studierte er in Hannover Geschichte, Politik und Soziologie. Viktor Funk volontierte bei der Frankfurter Rundschau (2006-2008) und arbeitet dort heute als Politikredakteur mit Schwerpunkt Osteuropa. www.viktorfunk.de

 

 

 

Buchtitel: zwoelf

Untertitel: gedichte im gras am himmel unter der sonne und im schnee

Autorin: Tamara Labas

Sewastos Sampsounis stellt Tamara Labas und die vier anderen Autoren vor und leitet die Diskussion.

Zusammenfassung:

Natur, Liebe und die immerwährende Bewegung des Seins.

Tamara Labas fängt im Frühling das unaufhaltsame Streben des Lebens ein. Barfuß wandert sie über den heißen Sommer der Leidenschaft. In den Farben des Herbstes malt sie die Facetten der Sehnsucht, nur um im unausweichlichen Sterben des Winters ihren ganz eigenen Neuanfang zu finden.

Ihre Gedichte besingen die Natur, eine Natur, die in gefährliche Zukunft blickt.

Ihre Gedichte kartographieren die Frau, eine Frau, die zwischen Tradition und Veränderungen aufblüht. Ihre Gedichte verehren die Jahreszeiten, Zeiten, die Liebe und Leben tragen.

Zwoelf. Eine Zahl mit wogender Kraft und Schönheit. Wie das einfache Sein.

 

Tamara Labas wurde in der kroatischen Hauptstadt Zagreb geboren. Als Kleinkind kam sie mit ihren Eltern nach Frankfurt am Main. Die Gymnasialzeit verbrachte sie in Frankfurt und teilweise in Zagreb, das Studium der Germanistik und Kunstgeschichte absolvierte sie an der Goethe-Universität Frankfurt.

Ihre lyrischen Texte, Erzählungen und Kurzgeschichten wurden in zahlreihen Anthologien veröffentlicht u.a. beim Größenwahn Verlag. Sie erhielt eine Auszeichnung im Rahmen der 7. Bonner Migrationsbuchmesse beim Literaturwettbewerb in der Kategorie Lyrik. Sie ist Vorsitzende des »Literaturclub der Frauen aus aller Welt e.V.« und Mitglied der Literaturgesellschaft Hessen e.V. (LIT). www.tamara-labas.de

 

 

Buchtitel: Sag‘, dass es dir gut geht

Untertitel: Eine jüdische Familienchronik

Autorin: Barbara Bišický-Ehrlich

Sewastos Sampsounis stellt sie und die vier anderen Autoren vor und leitet die Diskussion.

 

Zusammenfassung:

Barbara Bišický-Ehrlich zeichnet als Chronistin ihrer eigenen Familiengeschichte ein mehrfaches Generationenporträt, angefangen bei ihren Urgroßeltern in der ehemaligen Tschechoslowakei, über die Zeit ihrer Großeltern und Eltern, bis hin zu ihren eigenen Erfahrungen als Enkelin von Holocaust-Überlebenden.

Immer wieder kreuzt die Weltgeschichte den Weg dieser Familie. Die Gefahr eines gewaltsamen Todes hängt beständig wie ein schwarzer Schatten über allen Familienmitgliedern. Entwurzelung, Neuanfang und erneute Entwurzelung sind die Folgen.

Diese Geschichte erzählt vom einem Leben zwischen den Extremen, mit unerwarteten Wendungen, mit Traumata, die an Kindern vererbt werden und mit dem unglaublichen Überlebenswillen eines jeden Nachkommen. Barbara Bišický-Ehrlich lässt den Leser durch die Schilderung ihres Familienschicksals mühelos Jahrzehnte überbrücken und in die Zeitgeschichte eintauchen. Zwischen Prag und Frankfurt am Main, zwischen Gefahren, Bedrohungen und den großen Katastrophen des 20. Jahrhunderts, schwebt die eine große Frage: »Wie gehe ich mit Vergangenheit um?«.

 

 

Barbara Bišický-Ehrlich: 1974 geboren, wuchs sie als Kind tschechischer Emigranten in Frankfurt am Main auf. Nach ihrem Bachelor-Studium der Theaterregie und Dramaturgie in Prag absolvierte sie ein multimediales Redaktionsvolontariat beim Südwestrundfunk. Heute arbeitet sie selbständig als Werbe- und Synchronsprecherin, leitet eine kleine Filmproduktion und Kinder-Theatergruppen in der jüdischen Gemeinde Frankfurt. Sie lebt mit ihren drei Kindern in Frankfurt am Main.

www.barbara-bisicky-ehrlich.de

 

Buchtitel: …und bricht das herz die einsamkeit?

Untertitel: crónica de un sentimiento – poemas

Autor: Francisco Cienfuegos

Sewastos Sampsounis stellt ihn und die vier anderen Autoren vor und leitet die Diskussion.

 

Zusammenfassung: Francisco Cienfuegos versteht sich als Poet und betrachtet die Welt als solcher: fragend, staunend, suchend. Er widmet sich einem grundlegenden Gefühl unserer schnelllebigen Gesellschaft: der Einsamkeit, in all ihren Facetten. Das Sein, die Heimat, die Fremde und die Liebe. Der Mensch, der sein Herz trägt – vom Atlantischen Ozean bis nach Offenbach am Main und noch viel weiter. Wo gehört ein Mensch hin? Wo sind seine Wurzeln und wie weit darf er sich ausbreiten? In welcher Farbe umhüllt einen die Einsamkeit, die keine Grenzen kennt?

Francisco Cienfuegos’ melodisch-melancholische Gedichte zeichnen in den 110 Seiten des Lyrikbuches Wege, Straßen und Alleen. Ausgänge aus der Einsamkeit. Seine Wörter klingen mal wie Flamenco, mal wie moderner Rock-Andaluz – Rhythmen, die berühren. Wenn das Alleinsein überhandnimmt. Mitten im Leben.

 

 

Francisco Cienfuegos

In Isla Cristina (Andalusien) geboren, kam er als Sohn spanischer Gastarbeiter nach Frankfurt. Er lehrt als promovierter Erziehungswissenschaftler an der Fachschule für Sozialwesen in Frankfurt am Main. Er ist als Experte für Kooperationen von Kindertagesstätten, Erziehern, Lehrern, Schulen und Jugendhilfen tätig.

Francisco Cienfuegos schreibt Lyrik auf Deutsch und Spanisch. Bis in die 1990er Jahre gehörte er zur Autorengruppe »Spanische Poesie und Prosa in der Migration«. Er hat Werke in beiden Sprachen veröffentlicht. Seit 1997 lebt er in Offenbach am Main. www.milagualyrik.com

 

 

Buchtitel: Reise durch die Heimat

Untertitel: Von Offenbach nach Temeswar – Gedichte

Autorin: Katharina S. Eismann

Sewastos Sampsounis stellt sie und die vier anderen Autoren vor und leitet die Diskussion.

 

Zusammenfassung: Donauschwaben. Es klingt wie ein Land, ist aber ein Sammelbegriff der deutschen Siedler, die sich seit dem achtzehnten Jahrhundert – in Gebieten des heutigen Rumänien – an der Donau niederließen. [...] Eben dort knüpft die Donauschwäbin Katharina Eismann mit ihren Worten an, denn sie trägt jene Herkunft in sich. Welche Herkunft? Auch sie hat ihre Heimat verlassen, nach den Ereignissen des zwanzigsten Jahrhunderts, die die deutsche Volksgruppe mehrheitlich zur Auswanderung zwangen.

Temeswar, auf deinen Gräbern pfeifen Chrysanthemen

und deine Gassen rosten.

Katharina Eismanns Sprachreichtum und Erfindungsgeist verbinden die Donau mit dem Main. Ihre Gedichte sind Zustandsbeschreibungen einer abwechslungsreichen Reise, deren Ziel »Heimat« ist. Alles ist in Bewegung, vor allem auch die Sprache, bei der sich die Autorin geschickt ihres Fundus richtungweisender Verhältnisworte bedient: von, aus, nach, angekommen in polentagelben Weiten, die gemeinsam mit anderen Synonymen »Heimat« sind.

 

Katharina S. Eismann wurde 1964 in Temeswar/Rumänien geboren und flüchtete 1981 mit ihrer Familie nach Deutschland. Sie studierte Slawistik in Frankfurt/M. und arbeitete als Übersetzerin. Als Lyrikerin und Künstlerin hat sie zahlreiche Veröffentlichungen in Anthologien. Unter anderem kreierte sie Text-Klang-Experimente mit Musikern. Auftritte auf Kleinkunstbühnen, den Offenbacher Kunstansichten, brachten ihr Achtung und Erfolg ein. Sie ist Mitglied im Literaturclub Frauen aus aller Welt e.V. Heute lebt sie mit ihrer Familie in Offenbach/M.

 

 


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Viktor Funk
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Tamara Labas
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Barbara Bišický-Ehrlich
Francisco_Cienfuegos
Francisco Cienfuegos
katharina-eismann
Katharina S. Eismann
Flötenquartett2 Flutes Fatales neu

15:30 Uhr bis 16:15 Uhr
Flötenquartett Flûtes Fatales


Flûtes Fatales ist aus dem Rhein-Main-Gebiet und hat sich unter anderem im Parktheater Bensheim, Thalhaus Wiesbaden, Theater Mobile Zwingenberg, im Nibbelungensaal des Rahthauses Lorsch einen Namen gemacht.
Das virtuose, lyrische, spannende, groovende und erfrischend andere Flötenquartett Flûtes Fatales sind Cathrin Ambach, Katrin Heller, Ulrike Lamadé, Stephanie Wagner (Jazzpreisträgerin2015).
Die vier Profimusikerinnen bewegen sich souverän in den verschiedensten Musikstilen und bieten dabei ein spannendes Crossover-Programm aus Impressionismus, Moderne, Jazz und Latin. Von der Bassflöte bis zum Piccolo entlocken sie ihren Instrumenten das gesamte Klangspektrum.
Sounds, Grooves und Klappengeräusche werden ebenso wie lyrische Momente und raffinierte Arrangements mit virtuoser Leichtigkeit auf die Bühne gebracht und sorgen für ein kurzweiliges Musikerlebnis. U.a. Werke von Mike Mower, Horace Silver, Johannes Enders, Heike Beckmann, Hermeto Pascoal,Tilmann Dehnhard, Van Morrison, Gerhard Schäfer
Das sagt die Presse zu "Flutes Fatales"
"...herausragende Spielfreude und Klangkultur...makellos harmonierende Quartett...szenisches Showtalent..."
„...Flûtes Fatales“ will ihr Instrument vom Nimbus der Barockmusik befreien und zeigen, was darüber hinaus noch musikalisch möglich ist. Und das ist eine ganze Menge..."
"...Mit viel Witz, Charme und Experimentierfreude nahmen sie sich ausschließlich Stücke des 20. Jahrhunderts vor und bescherten ihren Zuhörern einen unvergesslich-schönen Konzertnachmittag..."

Flûtes Fatales 2018
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Dr. Sigrun Müller

16:15 Uhr bis 16:45 Uhr:
Vortrag
Sigrun Müller: Martin Luther King in seinem umfassenden Engagement für Frieden und Gerechtigkeit


Martin Luther King, der vor fünfzig Jahren aufgrund eines auf ihn verübten Attentates in Memphis/Tennessee starb, ist der bekannteste Akteur der amerikanischen Bürgerrechtsbewegung. Weniger bekannt hingegen ist, dass er sich nicht nur für die Rechte und die Gleichberechtigung der Schwarzen in den USA einsetzte, sondern sich in einem viel umfassenderen Sinn für Frieden und Menschlichkeit einsetzte. Als er sich seit dem Jahr 1966 gegen den Vietnamkrieg aussprach, erfuhr King erhebliche Kritik aus seinen eigenen Reihen, denn nicht alle seine Weggefährten teilten seine pazifistische Haltung. Neben dem emotionalen Rückhalt gingen in diesem Zusammenhang auch die finanziellen Unterstützungen und Spenden für seine Aktionen rapide zurück. Martin Luther King ließ sich jedoch durch diese Erfahrungen nicht entmutigen. Er verfolgte weiterhin unbeirrbar seinen Weg des gewaltlosen Widerstandes. Diese Strategie bezog er nicht nur auf das Problem der Segregation zwischen Weißen und Schwarzen, sondern auch auf seinen Kampf gegen den Krieg und auf die Situation der Armen, unabhängig von ihrer Hautfarbe. Dabei sah er einen unmittelbaren Zusammenhang zwischen der Finanzierung von Rüstung und Krieg einerseits und der fehlenden Mittel, um die Armut dauerhaft bekämpfen zu können.

Im Fokus des Vortrages steht der universelle Pazifismus von Martin Luther King, sein Einsatz für Frieden und für die soziale Gleichberechtigung aller Menschen.

MLKing
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16:45 Uhr bis 17:15 Uhr
Musik
Von Caro Konrad

Caro Konrad spielt eigene Texte
Musik mit Gittare
Caro Konrad


Die 1980 geborene Singer-Songwriterin sieht das Schreiben als Weg zu sich selbst, als Waffe gegen die Angst, die uns täglich davon abhalten will, unseren Weg zu gehen.

Ihre Songs entstehen am Küchentisch in ihrem kleinen Offenbacher Hinterhofversteck, manchmal sind es Tagebucheinträge, „die eigentlich sonst keiner lesen sollte“, manchmal gesellschaftskritische Flugblätter, auf denen der Wunsch nach einem freien Leben mehr als deutlich geschrieben steht.

Caro Konrad veröffentlichte ihr erstes Album „Ausreise“ noch unter dem damaligen Bandnamen „Radio Caroline“.

Gemeinsam mit dem Frankfurter Musiker Tobias Belschner nahm sie das Livealbum "Bis ans Meer" auf, welches im Februar 2017 erscheinen wird.

www.carokonrad.me

CaroKonrad02
OQmanSolo (Photo Musopia Music) - Kopie

17:15Uhr bis 19:00Uhr
Markus Okuesa,
Pädagoge und Reggae-Rocker


Zum Abschluss der Immigrationsbuchmesse findet am Sonntag eine Veranstaltung mit Markus Okuesa statt. Der Titel seines Beitrages „Schule ohne Rassismus-Schule mit Courage“ impliziert das Anliegen des engagierten Pädagogen. Aufgewachsen in Nigeria kam er nach dem Abitur nach Deutschland. Seine Mutter stammte aus dem Saarland, sein Vater aus Nigeria. Markus Okuesa arbeitet an einer Förderschule im saarländischen Blieskastel. Er hat Sonderpädagogik studiert und unterrichtet Kinder mit Lernschwierigkeiten und Verhaltensproblemen. Inklusion und die Stabilisierung des Selbstbewusstseins seiner Schüler liegen ihm besonders am Herzen. Außerdem tritt er bei Festivals wie „Rock gegen rechts“ auf. Integrale Bestandteile seines Engagements sind die Themen Rassismus, Flüchtlinge und Hürden der Integration. Dabei setzt er sowohl in seiner beruflichen Arbeit als auch im künstlerischen Schaffen nicht ausschließlich den Fokus auf die Probleme, sondern auch auf das Gelingende. Die Organisatoren der Immigrationsbuchmessen sind durch die Medien auf Markus Okuesa aufmerksam geworden, so dass wir ihn live im historischen Museum erleben können.

Oku (wesely photography) (3)

Für die Inhalte sämtlicher im Programm enthaltener Texte sind ausschließlich die Veranstalter, die Autoren bzw. die Verlage selbst verantwortlich. Bei diesem Plan handelt es sich um ein vorläufiges Konzept, das im Wesentlichen so stattfinden soll. Der zeitliche Ablauf ist natürlich nicht minutiös planbar, daher könnte es zu kleinen, zeitlichen Verschiebungen kommen. Wir bitten um Verständnis. Diskussionen sind mit den Autoren möglich. Veränderungen im Programm sind vorbehalten. Bis 15. Februar kann das bestehende Programm noch um weitere Programmpunkte ergänzt werden, da noch immer täglich Anfragen von Verlagen gestellt werden. Auch von Autoren, Künstlern und Organisationen kommen weiterhin Anfragen, ihre Werke zu präsentieren. Hamidul Khan (Vorsitzender der Deutsch-Bengalischen Gesellschaft) wird mit einem Abschlusswort die Veranstaltung beenden.